Zuhören

engl: listening

Fähigkeit, die Botschaften eines Gesprächspartners umfassend wahrzunehmen und zu verarbeiten.

Photo aktives zuhören

Einem Gesprächspartner gut zuzuhören ist nicht immer leicht. Mangelndes zuhören ist allerdings eine Ursache für viele Missverständnisse und falsche Maßnahmen. Gut zuhören hingegen lohnt sich, denn man

  • regt den Gesprächspartner zum Weiterreden an
  • erhält von seinem Gesprächspartner wichtige Sachinformationen,
    z. b. zu Hintergründen und Ursachen von Problemen oder Konflikten
  • lernt dessen Sicht, Meinungen, Hemmnisse, Wünsche und Bedärfnisse kennen und kann entsprechend darauf reagieren
  • bringt ihm gegenüber Wertschätzung zum Ausdruck
  • gewinnt wichtige Anhaltspunkte für die eigene Argumentation
  • vermeidet Missverständnisse
  • erarbeitet gemeinsam mit seinem Gesprächspartner echte Lösungen, d.h. Maßnahmen, die an tatsächlichen Ursachen ansetzen und daher Probleme langfristig tragend lösen.

Gut zuhören besteht aus:

  1. aufmerksam sein
  2. Sachinhalte analysieren und klären
  3. Emotionen nachvollziehen und Verständnis zeigen (Empathie)

Sind alle drei Aktivitäten gegeben, spricht man auch vom aktiven Zuhören.

Hinweise zur Umsetzung

  1. Kommunizieren Sie dass Sie aufmerksam sind durch Ihr nonverbales Verhalten, wie z. B. zugewandte Sitzhaltung, Blickkontakt oder Kopfnicken. Vermeiden Sie mit Gegenständen zu spielen, zu häufig auf die Uhr zu schauen oder aus dem Fenster zu sehen.
  2. Unterbrechen Sie Ihren Gesprächspartner nicht, seien Sie geduldig und lassen Sie ihm Zeit, die passenden Worte für seine Gedanken zu finden.
  3. Fragen Sie nach. Klären Sie, was Sie nicht verstanden haben und holen Sie sich weitere Informationen zu Themen, die Sie interessieren. Stellen Sie vertiefende Nachfragen, beispielsweise zur Ursachen, Hintergründen und Handlungsgründen.
  4. Wiederholen Sie Gesagtes wörtlich oder mit eigenen Worten. Fassen Sie zusammen. So signalisieren Sie, „Deine Botschaft ist angekommen“.
  5. Bewerten Sie die Argumente Ihres Gesprächspartners, entwickeln Sie zusätzliche Argumente oder hinterfragen Sie Vor- und Nachteile. Dies zeigt Ihr Interesse.
  6. Versetzen Sie sich in die Situation Ihres Gesprächspartners. Was hätten Sie gefühlt? Wie hätten Sie reagiert? Teilen Sie Ihrem Gesprächspartner Ihre Antworten auf diese Fragen mit. Vollziehen Sie auf diese Weise die Motive, Bedürfnisse und Gefühle Ihres Gesprächspartners nach. Sie können auch Unterscheide zwischen Ihren und den Reaktionen Ihres Gesprächspartner ansprechen.

Wir bieten Trainings und Coaching zum aktiven Zuhören an.
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Literatur:
Rogers, C. R. (1985): Die nicht-direktive Beratung: Counseling and Psychotherapy. Frankfurt: Fischer.


Links:
Empathic listening skills by Gregorio Billikopf, University of California.
How to listen so others will feel heard. Lstening first aid. Download a one hour seminar on empathic listening and attending skills.
Active Listening
International Online Training Program On Intractable Conflict: Conflict Research Consortium, University of Colorado, USA


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