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Paralleltest-Reliabilität

engl: parallel test reliability


Variante der Reliabilität (Zuverlässigkeit) eines Tests oder eignungsdiagnostischen Verfahrens. In diesem Fall wurde der Kennwert für die Reliabilität mit zwei parallelen Testformen bestimmt.

Vorgehen:

Ein Merkmal, wie z.B. die Intelligenz, wird bei einer Gruppe von Testpersonen zweimal mit jeweils einer Parallelform des Test gemessen. Dann wird über die Korrelation die Übereinstimmung der Testwerte bestimmt. Der sich ergebende Korrelationskoeffizient wird auch als Kennwert für die Paralleltest-Reliabilität des Tests genutzt.

Problematisch an diesem Vorgehen ist, dass häufig keine parallele Form von Tests existiert oder dass die zwei Formen doch mehr oder weniger unterschiedlich und damit nicht parallel sind. Als Mindestanforderung für die Parallelität von Testformen sollte die Schwierigkeit der einzelnen Items ähnlich oder am besten gleich sein. Auch bei Verwendung von 100-prozentig parallelen Testformen können Übungs- und Erinnerungseffekte die Ergebnisse beeinflussen und den Koeffizienten senken.

Siehe auch:
Reliabilität

Literatur:
Kubinger, K.D. (1996). Einführung in die psychologische Diagnostik. Weinheim: Beltz PVU.
Ronken, G. (1994). Aspekte der Reliabilität bei Assessment-Center-Verfahren. In: Moosbrugger, H. & Frank, D. (Ed.). Assessment-Center als Instrument der Personalauswahl und -entwicklung. Riezlern-Reader III (S. 90-100). Frankfurt a. M.: Universität, Institut für Psychologie.
Lienert, G.A. & Raatz, U. (1998). Testaufbau und Testanalyse (6. Aufl.). Weinheim: Beltz PVU.


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