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Motivation
Motivation ist die Energie, die Beginn, Form, Richtung, Intensität und Dauer menschlicher Handlungen bestimmt.
Motivation ist ein Konstrukt und selbst ist nicht beobachtbar, sondern nur konkrete Handlungen,
die aus dem Produkt von Motivation, Wissen und Fähigkeiten im gegebenen situativen Kontext resultieren. Betrachtet man eine
Handlung ist nur schwer möglich, sauber motivationale Faktoren von nicht motivationalen Faktoren zu trennen.
Die Motivation selbst ist ebenfalls ein Produkt, welches u.a aus grundlegenden Motiven und der Bewertung der gegebenen Situation resultiert.
Besonders bedeutsam für die Motivation ist die Erwartung, ob eine Handlung mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem gewünschten
Ergebnis führt und die subjektive Einschätzung des Wertes wahrscheinlicher Handlungsergebnisse (Erwartungs X Wert-Theorie).
Beispiele für grundlegende Handlungsmotive sind Hunger, Durst, Neugier, Aggression, sexuelle Bedürfnisse,
soziale Zugehörigkeit, Neugier und Leistung.
Motive können in folgende Kategorien eingeordnet werden:
- primär oder biologisch: ausreichende Wärme, Hunger, Durst, Nahrungsaufnahme und Sexualität.
- sekundär oder sozial: Bedürfnisse nach Gemeinschaft und Zugehörigkeit.
- reizsuchend - der Mensch empfindet innere Bedürfnisse nach physischer, kognitiver und emotionaler Stimulanz bzw.
nach innerer oder äußerer Belohnung.
- erlernte Motivation - hiermit sind Motivationen gemeint, die durch Belohnung und Bestrafung bzw. durch Beobachtungslernen
ins individuelle Repertoire aufgenommen wurden.
Eine bedeutende Theorie zur Erklärung der Motivation im beruflichen Kontext stammt von A.W. Maslow.
Maslow hat postuliert, dass jeder Mensch von unbefriedigten Bedürfnissen motiviert wird.
Er hat die menschlichen Bedürfnisse in hierarchisch organisierte Ebenen eingeteilt.
Das Motiv der Selbstverwirklichung sieht er über allen anderen Motiven.
Die Bedürfnisse der unteren Ebene müssen nach Maslow befriedigt sein, bevor die
Bedürfnisse der nächst höheren Ebene auf das Verhalten wirken.
Boree, G. (2006).
Abraham Maslow. Ausführlicher Artikel zur Motivationstheorie von
Abraham Maslow als pdf (207kb)
Eine weitere wichtige Theorie zur beruflichen Motivation stammt von Frederick Herzberg
Als wesentliche, die Arbeitsmotivation beeinflussende Faktoren ernittelte Herzberg "Unzufriedenmacher" und "Zufriedenmacher".
Als "Unzufriedenmacher" oder Hygienefaktoren ermittelte Herzberg :
- ... Unternehmenspolitik / interne Organisation
- ... Führungsstil / Kontrolle des Vorgesetzten
- ... Lohn / Gehalt
- ... Beziehung zum Vorgesetzten
- ... Arbeitsbedingungen
- ... Beziehungen zu Kollegen
- ... Persönliche Verhältnisse
- ... Beziehung zu Untergebenen
- ... Status
- ... Arbeitsplatzsicherheit
Störungen in diesen bereichen führen zu Unzufriedenheit.
Als "Zufriedenmacher" zeigten sich :
- Leistungserfolg
- Anerkennung
- die Arbeit als solche
- Verantwortung übernehmen
- Aufstiegsmöglichkeiten
- Entfaltungsmöglichkeiten im Beruf
- Lohn / Gehalt
Die "Zufriedenmacher" nannte er auch Motivatoren .
Lohn/Gehalt ist der einzige Faktor, den man nahezu gleichgewichtig als Unzufriedenmacher und Zufriedenmacher bezeichnen kann
Literatur:
Herzberg, F. (2003). One more time:
How do you motivate employees.
Artikel als pdf zum download
In deutscher Übersetzung in der Spezialausgabe "Motivation" (April 2003) des deutschen Harvard Business Review.
Artikel auf deutsch als pdf
Maslow, A. H. (1943).
A Theory of Human Motivation. Psychological Review, 50, 370-396.
Artikel als pdf zum download
Rosenstiel, L.v. (2009). Motivation im Betrieb. Leonberg: Rosenberger Fachverlag.
Links:
Ein Interview mit Frederick Herzberg:
Managers or Animal Trainers?
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© Andreas Klug

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