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Potenzialanalyse

auch: Potenzial-Assessment, Potenzial-Assessment-Center

engl: potential analysis, assessment of talent capabilities, potential assessment, potential appraisal

Potenzialanalysen sind Varianten des Assessments zur Analyse von Potenzialen meist jüngerer Mitarbeiter. Potenzialanalysen erfassen Entwicklungsmöglichkeiten sowie die zukünftige Eignung für Zielpositionen oder Rollen, die anspruchsvoller sind als die, die Mitarbeiter aktuell einnehmen.

Photo High Potentials die an Potenzialanalyse teilnehmen

Potenzialanalysen werden vor allem durchgeführt, um für gehobene Managementpositionen Nachfolger (Talente, High Potentials) aus den Reihen des eigenen Unternehmens zu identifizieren und in ein bis zwei Jahren dorthin zu entwickeln. Zwischen Befunderhebung und Positionsübernahme liegen gewöhnlich mehrere Zwischenschritte sowie mehr Zeit als bei anderen Assessment-Varianten. Dadurch ist auch die mit ihnen geleistete Vorhersageaufgabe anspruchsvoller als die normaler Assessments, z.B. zur Beurteilung der Eignung.
Man kann allgemeine Potenzialanalysen von spezifischen Potentialananalysen unterscheiden. Letztere zielen auf die latente Eignung für eine bestimmte Zielposition.
Die Befunde der Potenzialanalyse dienen als Grundlage für individuelle, maßgeschneiderte Entwicklungspläne.

Potenzialanalysen fokussieren:

1. latente Kompetenzen:

Dies sind solche Kompetenzen, die zwar schon vorhanden, aber noch nicht zu Tage getreten sind und noch nicht beobachtet wurden. Ein Grund dafür kann darin liegen, dass sie auf der aktuellen Position einfach nicht gefordert werden. Was kann ein Mitarbeiter neben dem, was er in letzter Zeit im Arbeitsalltag gezeigt hat, sonst noch alles? Hier interessieren vor allem solche Kompetenzen, die für weiterführende Aufgaben wie beispielsweise eine Führungsposition oder Expertenlaufbahn wichtig wären.

2. leicht entwickelbare Kompetenzen:

Dies sind solche Kompetenzen, die ebenfalls für weiterführende Aufgaben relevant sind und sich mit relativ geringem Aufwand entwickeln lassen.

3. Lernpotenzial:

Personen unterscheiden sich in Ihrer Lernbereitschaft und Lernfähigkeit.
Lernbereitschaft meint den Willen zu lernen. Er hängt stark von den individuellen Qualifizierungszielen ab.
Mit Lernfähigkeit ist die Fähigkeit gemeint, sich schnell an neue Anforderunssituationen anzupassen und diese zielführend zu gestalten.
Das Produkt beider Variablen ist das Lernpotenzial. Die Investition, die ein Unternehmen in einen Mitarbeiter in Form der Personalentwicklung tätigt, trägt vor allem dann Früchte, wenn das Lernpotenzial hoch ausfällt.
Wesentliche Vorraussetzungen für Lernpotenzial sind die Bereitschaft, zur Selbstkritik sowie die Fähigkeit, die eigene Leistung in etwa realistisch einzuschätzen. Beides wird in vorhersagestarken Potenzialanalysen gemessen.

Weiterhin werden auch Potenzialkatalysatoren gemessen. Dies sind Personenmerkmale, die den Prozess beschleunigen, in dem ein Potenzial zur tatsächlichen Kompetenz wird. Für gehobene Führungsaufgaben und die dafür notwendigen Kompetenzen sind dies z. B. folgende Personenmerkmale:

  • Analytische Kompetenz
  • Motivation zu führen und zu gestalten
  • soziale Flexibilität
  • Adaptationsvermögen.

Die Aufgaben einer Potenzialanalyse sind für die Teilnehmer in vielen Fällen naturgemäß relativ schwierig, da sie in vielen Bereichen noch nicht über die notwendigen Kompetenzen verfügen. Entwicklungsbedarf zu ermitteln, ist ja gerade ein Hauptziel der Potenzialanalyse. Daher wird von den Teilnehmern aber auch keine optimale Lösung erwartet; es geht vielmehr um den Grad, in dem sie sich einer guten Lösung annähern.


Siehe auch:
Potenzial
Lernpotenzial
Produktseiten Potenzialanalyse
Infoblatt Potenzialanalyse als PDF zum Download
Assessment-Center
Einzel-Assessment


Gerne konzipieren wir für Sie eine auf die Bedürfnisse Ihres Unternehmens maßgeschneiderte Potenzialanalyse und führen diese für Sie durch.
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